Regionalliga wetten 2026: legale Wege, Grauzonen und eine Quote, die es nicht gibt

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026. Grundlage der Erlaubnisangaben ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026.

Ein einfacher Rasenplatz mit kleiner Stehtribüne und Flutlichtmasten in der Dämmerung, auf der Tribüne sitzen nur wenige Zuschauer.
Aus der Fußball-Regionalliga steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus.

Wer auf ein Spiel der vierten Liga setzen will, stößt in Deutschland auf eine Wand. Nicht auf eine hohe Mindestquote oder ein enges Zeitfenster, sondern auf eine Wand ohne Tür: Fußball unterhalb der 3. Liga fällt in die Praxis der Aufsicht unter die Veranstaltungen, die überwiegend von Amateuren bestritten werden, und genau darauf darf kein Anbieter mit deutscher Erlaubnis Wetten anbieten. Zehn der bekanntesten Marken des deutschen Marktes stehen auf der Whitelist, alle zehn mit Sportwetten-Erlaubnis, und keine davon hat Regionalliga-Partien im Programm. Das ist kein Versäumnis. Das ist die Regel.

Der Suchbegriff verspricht eine Liga und liefert eine Entscheidung. Wer heute „Regionalliga wetten“ eingibt, findet Anbieterlisten, Quotenvergleiche und Tipps, und dahinter liegt eine Frage, die fast niemand offen ausspricht: Nehme ich das Angebot außerhalb der deutschen Erlaubnis, oder lasse ich diese Liga ruhen und setze dort, wo ich im Streitfall jemanden anrufen kann? Auf dieser Seite geht es um den zweiten Teil der Wahl, nicht um ein Urteil über jeden Leser. Es gibt Wege, die Liga zu verfolgen — regelmäßig ist keiner davon eine Wette.

Die zehn erlaubten Anbieter im Vergleich

Die Tabelle ordnet die Marken danach, wer hinter der Erlaubnis steht und seit wann sie gilt. Was sie nicht kann: eine Rangfolge für Regionalliga-Spiele bilden. Dafür fehlt schlicht der Gegenstand, weil im erlaubten Programm keine Partie dieser Liga steht. Verglichen wird also, was tatsächlich vergleichbar ist — Erlaubnisinhaber und der Zeitpunkt, seit dem die Aufsicht das Sportangebot führt.

Ein abgewetzter Fußball liegt auf dem Anstoßkreis eines Naturrasens im Morgennebel.
Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09.
Anbieter Whitelist-Status laut GGL Erlaubnis seit
Betano Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Sportwetten.de Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Betway Limited 09.03.2021
888sport Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber 888 Germany Limited 30.06.2021
VBet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber SCGO Limited 05.12.2023
MERKUR BETS Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
AdmiralBet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet365 Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
bpremium Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Der Blick auf die Datumsspalte erzählt mehr als die Markennamen darüber. Vier der zehn Erlaubnisse stammen aus dem Oktober 2020, dem Monat, in dem der deutsche Sportwettenmarkt nach dem neuen Staatsvertrag geöffnet wurde; die späten Zugänge tragen Datumsangaben aus den Jahren 2021 und 2023. Wer eine Marke wählt, deren Erlaubnis erst seit 2023 läuft, bekommt dieselben Schutzmechanismen wie bei einem der Pioniere, aber weniger Betriebsjahre unter deutscher Aufsicht. Wirklich relevant wird die Spalte für den Leser, der eine Wette aus den Jahren davor zurückfordern will — dazu steht im Abschnitt zur Rechtslage mehr.

Eine Eigenheit der Whitelist gehört in diesen Abschnitt, weil sie jede Vergleichsseite unterläuft: die Aufsicht führt nur Erteilungsdaten, kein Ablaufdatum. Keine Marke in der Spalte ist also bloß deshalb sicher, weil ein Datum dort steht, und keine ist deshalb unsicher, weil ein Datum fehlt. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, Folgeerlaubnisse kommen hinzu. Es gibt nur eine Prüfung, die zählt, und das ist die Whitelist selbst.

Warum es Regionalliga-Programme überhaupt gibt

Dass im erlaubten Programm nichts steht, heißt nicht, dass nirgends etwas steht. Der Graubereich speist sich aus zwei Quellen, und die unterscheiden sich erheblich.

Ein geschlossenes Tor an einem Zaun mit Vorhängeschloss im Morgenlicht, dahinter ein einfacher Sportplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die erste sind Anbieter, die für den deutschen Publikumsverkehr gar keine Zulassung beantragt haben. Sie sind in der Liste nicht geführt, unterliegen ihr nicht und können deshalb Spiele ansetzen, an die eine Marke mit Erlaubnis nicht herankommt. Kein Aufwand, keine Aufsicht. So entstehen Quoten, die auf einer Bildschirmseite ordentlich aussehen und im Streitfall nichts wert sind.

Die zweite Quelle ist unangenehmer, weil sie sich listiger tarnt: Marken mit deutscher Erlaubnis für andere Produkte. Wer eine Sportwetten-Erlaubnis besitzt, darf damit nicht plötzlich Regionalliga anbieten; ein Slot- oder Pokerstuhl ist eine andere Lizenz mit anderen Regeln. Die Aufsicht erteilt kein Paket, sondern einzelne Genehmigungen je Produkt und je Domain. Auch der Umkehrschluss trägt nicht: eine .de-Adresse ist kein Beweis. Sie kostet ein paar Euro und steht jedem offen.

Wer ein Angebot für die eigene Liga sucht, sieht an dieser Stelle zwei Sorten von Angebot und kann sie an einem Merkmal trennen, das nichts mit Quoten zu tun hat: ob der Anbieter in der Whitelist steht. Steht er da, hat er Regionalliga nicht im Programm. Steht er nicht da, ist die Frage nicht, wie gut seine Quoten sind, sondern was passiert, wenn die Auszahlung klemmt.

Spielplan, Staffeln und der Weg in Liga drei

Ein Blick auf die Liga selbst, bevor es um Quoten geht, weil die Struktur erklärt, warum die Regionalliga trotz fünf Staffeln kein Wettprogramm trägt und warum jeder regionale Suchbegriff auf dieselbe Leere trifft. Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und gliedert sich in die Staffeln Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Je Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften, und im Sommer entscheidet sich, wer nach oben darf.

Seit 2019 steigen die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf. Die beiden übrigen Staffelmeister spielen den vierten Aufstiegsplatz in einem Playoff aus. Für einen Wettmarkt sind diese beiden Wege grundverschieden: wer auf einen Staffelsieg setzt, setzt hundertprozentig auf einen Aufstieg, wer auf einen Niederlage im Aufstiegsspiel setzt, hat ein Ereignis im Kalender, das eine völlig andere Saison als die Ligarunde ist. Das wäre ein feiner Markt. Man bekommt ihn aber nicht.

Die Zuständigkeit für die Liga hat sich in der Saison 2012/13 verschoben: Die Hauptverantwortlichkeit wechselte vom DFB zu fünf Ligaverbänden. Aus einer bundesweit organisierten Klasse wurden fünf regionale Betriebe mit eigenem Rhythmus, eigenen Ansetzungen, eigener Öffentlichkeitsarbeit. Für einen Anbieter, der Quoten ansetzen will, ist das ein Provinzmarkt, keine Bühne; für die Suche nach Angeboten erklärt es, warum sich die Begriffe je Region unterscheiden und trotzdem dasselbe Ergebnis haben.

Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963. In ihrer heutigen Form als vierthöchste Spielklasse besteht sie seit der Saison 2008/09. Ein halbes Jahrhundert Amateur- und Halbprofi-Fußball, ohne dass je eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis diese Klasse umfasst hätte.

Dass es Jahre gab, in denen Anbieter aus dem Ausland Regionalliga-Partien listeten, ändert nichts an der Rechtslage, nur an der Erwartungshaltung. Wer sich auf Fußball unterhalb der 3. Liga kapriziert hat, wirbt mit einem Versprechen, das eine erlaubte deutsche Adresse nicht einlösen kann — dafür steht die Rechtslage aus dem Abschnitt zur Whitelist im Weg, und dazu im Abschnitt zur Rechtslage mehr.

Was die Erlaubnis vorschreibt und einem Offshore-Anbieter fehlt

Der deutsche Erlaubnisrahmen ist keine Kopfgeburt, sondern der eine greifbare Unterschied zwischen zwei Angeboten. Er entscheidet über Altersgrenze, Konto, Einzahlungslimit, Sperrdatei und im Zweifel über die Frage, ob es überhaupt jemanden gibt, bei dem man sich beschweren kann.

Die Aufsicht liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt nach dem GlüStV 2021, das seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist, die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht den Markt; die Steuer dagegen ist Sache des Finanzamts. Anbieter außerhalb dieser Erlaubnis bieten in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel an. Eine maltesische, curaçaoische oder anjouanische Erlaubnis spielt dafür keine Rolle — sie wirkt in Deutschland nicht.

Was auf der Whitelist steht und was sie nicht verrät

Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige Prüfung, die eine Erlaubnis belegt. Kein Banner, kein Siegel, kein Hinweis in den AGB. Nur die Liste selbst.

Duracher diese Liste nur unter die Rubrik Sportwetten schauen: eine Erlaubnis gilt immer für eine bestimmte Domain und ein bestimmtes Produkt. Steht eine Marke mit Sportwetten-Erlaubnis dort, darf sie auf dieser Domain Sportwetten anbieten — virtuelle Automatenspiele, Poker oder Casino sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln. Der Umkehrschluss ist genauso wichtig: eine .de-Adresse allein beweist nichts, und eine Erlaubnis ohne Eintrag in der Liste existiert nicht.

Der rechtliche Rahmen für Wetten auf die vierte Liga

An dieser Stelle wird es unromantisch. Wer auf die Regionalliga setzen will, muss zunächst wissen, dass es dafür keinen genehmigten Weg gibt — und dann entscheiden, was er mit dieser Information anfängt.

Nach § 21 Abs. 1a GlüStV sind Wetten auf Veranstaltungen, die überwiegend von Minderjährigen oder von Amateuren bestritten werden, nicht erlaubnisfähig. In der Aufsichtspraxis der GGL bedeutet das: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateurbereich. Nicht weil die Spieler kein Geld verdienen, sondern weil die Klasse darüber die Grenze markiert. Dasselbe Verbot trifft manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung; Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind ebenfalls nicht zulässig.

Erlaubnisfähig ist dagegen einiges: Festquotenwetten auf den Ausgang einer Veranstaltung oder eines Abschnitts, auf Ereignisse während der Veranstaltung, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1) — und nur Wettarten, die die Behörde im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat. Eine aus der Bundesliga vertraute Wettart ist damit nicht automatisch auch in anderen Klassen zugelassen. Sie entfällt hier vollständig, weil schon das Ereignis entfällt.

Für Live-Wetten gilt zusätzlich § 21 Abs. 4: während eines laufenden Geschehens sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch, der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Das ist eine bewusst enge Fassung — sie soll Wetten mit hoher Taktfrequenz aus dem erlaubten Markt heraushalten. Wer die Regionalliga verfolgt, kennt Live-Wetten auf einzelne Torchancen aus ausländischen Programmen; im erlaubten deutschen sind sie schlicht nicht vorgesehen.

Ausgezahlt wird ein Gewinn erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz je Wette kennt das Sportwettrecht nicht — wer das anders liest, verwechselt den Einsatz mit dem Einzahlungslimit, und das ist eine ganz andere Größe.

Wenn der Anbieter ohne Erlaubnis war: Verluste zurückfordern

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis verurteilt, verlorene Einsätze zurückzuzahlen. Die Frage liegt inzwischen beim Europäischen Gerichtshof: Der Bundesgerichtshof hat ihm am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger verlangt von einem Anbieter mehr als 3.700 Euro Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück.

Im März 2026 hat Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen zu dieser Rechtssache die Auffassung vertreten, dass unlizenzierte Anbieter grundsätzlich zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können. Eine Ausnahme nannte er selbst: dort, wo Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Was das für den Leser ist und was nicht: ein Anhaltspunkt, keine Zusage. Zugesprochen ist nichts, ein Urteil steht aus, und wer heute außerhalb der Erlaubnis spielt, spielt nicht auf ein künftiges Urteil hin, sondern in der Erwartung, dass niemand klagen muss. Wer sein Geld zurückfordern will, braucht einen Anwalt, Unterlagen und Geduld.

Im Strafrecht heißt Veranstalten unerlaubten Glücksspiels bis zu zwei Jahre Freiheitstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür bis zu einem Jahr, die Teilnahme bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt. Das ist weder ein Freibrief noch ein Grund, den Atem anzuhalten — wer die Ungewissheit scheut, hat sie mit dem Anbieter vom Graumarkt gekauft.

Steuer auf Einsätze bei legalen und illegalen Anbietern

Der Steuersatz beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz, der abzüglich der Steuer aufgewendet wird“. Auf den eingezahlten Einsatz gerechnet ergibt das rund 5,03 % (5,3 / 105,3). Wer die Zahl als „5,3 % vom Einsatz“ wiedergibt, schreibt zwei Stellen falsch — und gibt sich als jemand zu erkennen, der den Unterschied zwischen Bemessungsgrundlage und Betrag nicht kennt. Geschuldet ist die Sportwettensteuer dem Organiser der Wette, also dem Anbieter, nicht dem Spielenden.

Ob und wie ein Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst; eine pauschale Behauptung dazu gehört nicht in einen Vergleich, sondern in die AGB der jeweiligen Marke. Und noch etwas: Die Steuer fällt auch bei unerlaubten Anbietern an. Wer sie zahlt, hat damit keine Erlaubnis nachgewiesen. Eine bezahlte Steuer ist kein Zulassungsstempel.

Was du prüfen solltest, bevor du irgendwo einzahlst

Nimm die Marke und such sie in der Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Findest du sie nicht, stellt sie in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel an. Vergleiche dann, welche Domain dort unter dem Sportwetten-Eintrag steht. Eine Marke kann in der Liste stehen und trotzdem kein Sportwetten anbieten, wenn nur ein anderes Produkt genehmigt ist. Steht sie dort mit Sportwetten-Erlaubnis: Willkommen im Bereich, in dem die Mechanismen greifen. Steht sie nicht dort: Was du einzahlst, ist in Deutschland nicht geschützt, und es gibt keine Behörde, die für dich einspringt.

Was du außerdem vor jeder Einzahlung liest: die Bedingungen der Wette, die du platzierst, nicht die Startseite. Willkommensangebote, Umsatzbedingungen, Höchstgewinne bei Freiwetten, Bearbeitungszeiten für Auszahlungen — all das steht nicht im Werbebanner. Wer Angebote vergleicht, ohne diese Passagen aufzuschlagen, vergleicht die Rückseite eines Schildes.

Das Bild ändert sich mit der Uhrzeit

Wer die Regionalliga verfolgt, kennt den Rhythmus: Freitagabend unter Flutlicht, Samstag nachmittag die breite Ansetzung, Sonntagmittag der Rest, dazwischen Nachholspiele unter der Woche. Genau dieser Rhythmus ist der Grund, warum der Markt keinen Ort für die Liga hat.

Ein Anbieter kalkuliert ein Spiel über das Verhältnis zwischen Buchmachergrenze und Spielerinteresse. Bei den großen Ligen fällt beides zusammen: viele Spieler, enge Quoten, viel öffentliches Interesse. In der vierten Liga liegen die Faktoren auseinander. Wenige Spiele werden von einer breiten Masse gesehen, die Aufstellungen ändern sich kurzfristig, die Berichterstattung ist lokal, Verletzungen und Sperren sind schwerer zu verfolgen. Wer es trotzdem anbietet, bepreist diese Unsicherheit mit einem Aufschlag.

Das erklärt, warum ein Angebot für diese Liga selten ein Wohlfühlprodukt ist. Es ist eine Wette auf eine Information, die der Anbieter besser hat als der Kunde. Das ist die eigentliche Kostenzeile.

Wahlmöglichkeiten ohne Wette auf die Regionalliga

Wenn ein Bereich gesperrt ist, sucht man Ersatz. Für den Spielenden gibt es ein paar Wege, die Verbindung zur Liga zu halten, ohne sich auf ein Angebot ohne Grundlage einzulassen.

Für den, der es versucht hat: Die typische Reihenfolge lautet: Marke in der Suchmaschine finden, Bundesliga-Spiel ansehen, Regionalliga-Spiel über die Nationalliga-Position suchen, leer ausgehen, aus Abneigung gegen den Verlust einen Nachbarmarkt auswählen. Die letzte Assoziation ist die eine mit dem Preisrisiko, und der Umweg über die Fehlerquote hat niemanden gerettet.

Die entscheidende Grenze verläuft entlang des Zugangs

Sportwetten in Deutschland sind ein Kompromiss: Sie sind erlaubt, aber nur auf Wettkämpfe, die nicht als Amateursport gelten. Die gesetzliche Grundlage dafür ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021. Dieser Kompromiss soll Sicherheit für den Spielenden bieten, bringt aber bei der Abgrenzung von Ligen immer wieder Fragen mit sich.

In der Praxis sieht das so aus: Der Markt füllt sich mit Werbung für Marken, die alle auf der gleichen Zahlenbasis arbeiten; die Klassen, die man gerne verfolgt, fehlen; und das Angebot, das man sucht, existiert nur dort, wo man keine Beschwerde adressieren kann. Das ist die eigentliche Entscheidung, vor der ein Spielender bei diesem Suchbegriff steht — nicht ein Anbietervergleich, sondern eine Wahl zwischen einer erlaubten Welt mit Grenzen und einer unerlaubten ohne.

Und dann ist da noch der bequemste Weg, den viele ohne Nachdenken gehen: ein kleiner Betrag, ein schneller Blick, kein Risiko. Die Suche liefert dafür Treffer, die in Sekunden erledigt sind. Die wenigsten davon halten der Frage stand, wo man sich meldet, wenn die Auszahlung stockt.

Sechsundzwanzig Seiten, ein laxer Griff

Die Regionalliga hat kein Quotenproblem, sondern ein Zugangsproblem. Wer die Liga liebt, kann sie sehen, verfolgen, kennen. Auf sie wetten kann er bei keinem Anbieter mit deutscher Erlaubnis — und das ist der einzige Satz, der bei diesem Suchbegriff trägt.

Anbieter im Einzelnen

Zehn Marken, zehn Mal die gleiche Erlaubnis, zehn sehr unterschiedliche Profile. Die Reihenfolge folgt keinem Ranking; die Karten beschreiben jeweils, was den Anbieter ausmacht.

Betano (Betano.de) — Sportwetten-Erlaubnis seit Februar 2021

Betano taucht in der Whitelist der gemeinsamen Behörde mit einer Sportwetten-Erlaubnis für seine deutsche Adresse auf; Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited, erstmals erteilt am 19. Februar 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Wer die Liste liest, findet dort keine Laufzeit. Eine Erlaubnis dieser Art beginnt mit fünf Jahren, aber niemand bei der Behörde stellt ein Ablaufdatum daneben. Wer wissen will, ob die Erlaubnis noch besteht, muss in die Liste von gestern schauen, nicht in den Kalender.

In der App-Beschreibung zum deutschen Angebot stehen ein Bet Builder, mit dem mehrere Märkte eines Spiels kombiniert werden, Cash Out und Live-Streaming zum Beispiel von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das ist mehr Infrastruktur, als viele Rivalen aufbieten. Eine Regionalliga-Staffel steht in dieser Liste nicht, und nach der Zulassungslage kann sie dort auch nicht stehen. Wer sich für Betano entscheidet, entscheidet sich für die große Bühne, nicht für die Kreisklasse.

Die beiden Daten in seinem Eintrag sind der eigentliche Charakterzug: 2021 aufgenommen, im Winter 2022 bestätigt, seitdem ruhig. Kein Nachzügler, kein Randfall der Liste.

Sportwetten.de — Sportwetten-Erlaubnis seit November 2020

Hier steht die Erlaubnis für die deutsche Domain auf den Namen der NetX Betting Limited, erstmals am 19. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Eine Marke, geboren in der ersten Welle des erlaubten Marktes — fünf Jahre Praxis unter deutscher Aufsicht, inklusive aller Pflichten, die dazu gehören.

Das Angebot selbst ist in der Liste nicht beschrieben, und wer über diese Klasse erschöpfend informiert, findet in den öffentlichen Angaben wenig zur Produkttiefe. Was sich sagen lässt: ein Sportwettenanbieter, der den eigenen Namen nicht mit einem Versprechen auflädt, sondern mit der Domain, auf der er erlaubt ist. Diese Nüchternheit ist eines der wenigen Marktsegmente, in dem sie hilft.

Wer die Liste als Datei führt, wird den Eintrag finden. Wer eine Regionalliga-Quotenliste sucht, wird sie nicht finden.

Sportingbet — Erlaubnis seit Oktober 2020, Konfigurator+

Sportingbet (Deutschland) Limited steht als Inhaber der Erlaubnis für Sportingbet.de in der Liste, erstmals erteilt am 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Im eigenen Wettangebot nennt die Marke einen Konfigurator+ sowie Live-Wetten; zum Sportartenumfang zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Sieben Sportarten im Vorprogramm, dazu Live-Märkte und ein Selbstbau-Wettangebot: Für den Spieler macht das einen breiten Werkzeugkasten für die Klassen, die der Erlaubnis unterliegen. Für Regionalliga-Spiele macht es keinen Unterschied. Wer sich vorstellt, die vierte Liga falle unter „unter anderem“ mit hinein, irrt: die Auslassung bedeutet nicht Anderes, sondern nur, dass die Aufzählung endet.

Ein Profil für den, der Bundesliga und internationalen Sport sucht und dafür einen Konfigurator zum Zusammenstellen von Wetten will. Wer wegen der Regionalliga anklopft, findet eine Tür mit fünf anderen Räumen dahinter.

Betway — Cash-out-App, Erlaubnis seit März 2021

Betway Limited hält die Erlaubnis für Betway.de, erstmals am 9. März 2021 erteilt und am 23. Dezember 2022 verlängert, so steht es in der Liste der Aufsicht. Die App-Beschreibung nennt einen Cash-Out, der unter „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol erscheint; der Wert der Wette wird eingeblendet, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Dazu kommt ein Konfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.

Cash Out ist ein Werkzeug gegen das eigene Zögern. Wer eine Wette während des Spiels auflöst, verkauft einen Teil des möglichen Gewinns an den Buchmacher zurück; die Zahl, die dort steht, ist kein Geschenk des Anbieters, sondern ein Angebot mit eingebautem Abschlag. Als Notausstieg funktioniert es, als Strategie nicht.

Wer einen Teil seiner Einsätze auf dem zweiten Weg abstellen will, wird das Angebot schätzen. Ein Regionalliga-Spiel ist trotzdem nirgends in der App — und für den, der es nicht wusste, liefert der Eintrag den Hinweis, wo die Grenze verläuft.

888sport — nicht in der App-Beschreibung dokumentiert, Erlaubnis seit Juni 2021

Die 888 Germany Limited steht als Inhaber der Erlaubnis für 888sport in der Liste, erstmals am 30. Juni 2021, verlängert am 15. Dezember 2022. Später Zugang als die vier vom Herbst 2020, aber eine der längeren Laufzeiten unter den sechs Marken, die in den Jahren 2021 bis 2023 aufgenommen wurden.

Das Unternehmen dahinter ist keine Klitsche: die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört, und ihre Aktie notiert seit September 2005 an der Londoner Börse. Ein Börsenmantel von zwanzig Jahren ist beruhigend für das Bestandsrisiko, sagt aber nichts über die Profiltiefe im Fußball. Größer ist nicht gleich tiefer.

Wer die Gruppe schon kennt, weiß ungefähr, was ihn erwartet; wer noch nichts mit ihr zu tun hatte, springt hier auf eine der größeren Plattformen des Marktes. In beiden Fällen steht die Erlaubnis im Vordergrund, nicht das Angebot.

VBet — Sportwetten-Erlaubnis seit Dezember 2023

SCGO Limited hält die Erlaubnis für Vbet.de, erstmals erteilt am 5. Dezember 2023. Der Eintrag ist der jüngste in dieser Vergleichsgruppe, zusammen mit dem von MERKUR BETS. Für den Anbieter bedeutet der späte Start eine andere Marktlage als 2020: die Werbemöglichkeiten sind enger, die Kundschaft erfahrener, die Regeln dieselben.

Wer die Marke auf ihrer eigenen Wettprogrammseite ansieht, prüfe dort vor allem, welche Klassen sie zeigt. In der Liste der Aufsicht steht nur die Erlaubnis, nicht das Sortiment. Das ist bei jedem der zehn Anbieter so und der Grund, warum eine Prüfung zwei Schritte braucht: erst die Liste, dann das eigene Wettprogramm.

Eine Marke mit wenig Betriebsjahren kann im deutschen Markt mehr Boden wettmachen als eine alte Marke, die nur in der Bundesliga stark ist. Diese Zeile gehört zum Profil, nicht zu einer Empfehlung.

MERKUR BETS — 70 Sportarten, Erlaubnis seit November 2023

Merkur Bets Malta Limited ist Inhaberin der Erlaubnis für MERKUR BETS, erteilt am 6. November 2023. Die Android- und iOS-App von MERKUR BETS ist gratis und nennt über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten; in derselben App steckt außerdem MERKUR SLOTS.

70 Sportarten sind beeindruckend — und trotzdem nicht 71 mit der Regionalliga. Die Zahl beschreibt die Breite, nicht die Tiefe, und das ist der Kern des Punktes: Eine Bibliothek mit 250.000 Wettmöglichkeiten klingt nach Vollständigkeit, ist aber eine Zahl über Ligen, die der Erlaubnis unterliegen. Was nicht in der Erlaubnis ist, wird durch Umfang nicht erreicht.

Die Unterbringung der Slots in derselben App ist Geschmackssache. Wer um sein Spielbudget besorgt ist, wird zwei Produkte in einer Anwendung als Risiko betrachten; wer nur ein Konto will, sieht es als Bequemlichkeit.

AdmiralBet — Erlaubnis seit 2020, Folgeerlaubnis 2024

Für AdmiralBet ist in der Liste die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf einer Subdomain besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.

Der Eintrag zeigt, wie sauber die Aufsicht trennt: zwei Produkte, zwei Daten, zwei Regime — auch bei einem Haus, das im österreichischen Markt zum größten Teilhaber wurde. Wer die Casino-Erlaubnis sieht, sollte nicht auf eine Sportwetten-Erlaubnis schließen; und wer die Sportwetten-Erlaubnis sieht, nicht auf die Slots.

Die jüngste Folgeerlaubnis stammt vom Sommer 2024. Damit gehört AdmiralBet zu den Marken, die ihren Eintrag in der Liste gepflegt haben, während andere Marken der ersten Stunde noch das Ursprungsdatum vorweisen.

bet365 — Whitelist-Eintrag, Erlaubnis seit Oktober 2020

Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Erlaubnis erstmals am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022.

Ein Name mit viel Gewicht — und ein Grund, genau hinzusehen: Inhaber und Marke sind zwei verschiedene Dinge. Auf der Liste steht die ENC, nicht der Name, den man aus der Werbung kennt. Wer eine Auszahlung oder eine Rückforderung durchsetzen will, richtet sich an das Unternehmen, das den Vertrag schließt, nicht an die Großmarke. Die Angaben über den Inhaber stammen aus der Whitelist der Behörde, und Werbeaussagen dazu sind keine Antwort auf diese Frage.

Zweitens: Bis heute ist in den zugänglichen Materialien zu bet365 nichts zu einem Regionalliga-Programm dokumentiert. Dass es in der deutschen Erlaubnis nicht vorkommt, ist ausgeschlossen; dass es in der internationalen Version angeboten würde, ist nicht Teil dieser Betrachtung.

bpremium — uneingeschränkte Nutzungsbedingungen, Erlaubnis seit Oktober 2020

Für bpremium führt die Liste die Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, und der Registernummer C92799; die Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023 tragen diese Angaben. Die Erlaubnis für Bpremium.de wurde erstmals am 9. Oktober 2020 erteilt, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.

Der interessante Teil steckt im Detail, nicht im Sortiment: Die Marke führt die Nutzungsbedingungen mit einer Fassung, die nicht auf denselben Zeitpunkt datiert ist wie die Erlaubnis. Wer auf die AGB schaut, sieht keinen Stichtag der Erlaubnis, sondern der Nutzung. Das ist ein nützlicher Hinweis für alle, die eine bestimmte Fassung der Bedingungen aus den Jahren der Lizenzstreitigkeiten nachschlagen wollen.

Ladbrokes ist der Name der internationalen Marke; der deutsche Eintrag läuft auf die Landesgesellschaft. Wer im Streitfall klagen will, braucht die Ltd in Gzira, nicht die Marke auf der Werbetafel.

Was ein Buchmacher von jeder Wette behält

Die Quoten einer Dreiweg-Wette stehen nicht im Verhältnis eins zu eins, sondern so, dass der Buchmacher bei jedem Ausgang etwas behält. Das ist keine Kritik, sondern die Mechanik des Modells, und sie lohnt sich, einmal nachzurechnen.

Nehmen wir einen illustrativen 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg. Addiert man die Kehrwerte, kommt 0,476 + 0,294 + 0,278 zusammen, und daraus ergibt sich ein Auszahlungsanteil von 1 geteilt durch diese Summe, also etwa 0,953. Die Marge, also der Anteil, der beim Buchmacher bleibt, liegt dann bei 95,3 % Auszahlungsanteil bei ungefähr 4,7 %.

Der Wert beschreibt den Markt, nicht die Wette. Wenn du in diesem Markt 100 € auf 2,10 setzt, beträgt der mögliche Gewinn 210 €; davon sind 110 € Bruttogewinn. Der Erwartungswert hängt davon ab, wie oft die Auswahl gewinnt — und genau hier sitzt die Regionalliga-Frage. Für die vierte Liga gibt es keinen genehmigten Markt, dessen Marge man gegen die eigene Einschätzung rechnen könnte; nur ein Vergleich unbekannter Eingänge.

Die ehrliche Formulierung ist deshalb: Auf bekannten, genehmigten Märkten liegt der Auszahlungsanteil je nach Buchmacher und Liga typischerweise zwischen etwa 92 % und 95 %, und die Marge liegt entsprechend zwischen etwa 5 % und 8 %. Das ist die Bandbreite, die man aus veröffentlichten Quotensätzen ableiten kann. Bei einer erlaubten deutschen Marke zahlt der Spieler auf jeden Fall den deutschen Steueranteil mit: 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage Einsatz abzüglich Steuer, also rund 5,03 % des eingezahlten Einsatzes. Für die Regionalliga ist diese Rechnung nie fällig — ein Grund mehr, sie bei einer Wette auf eine höhere Liga wenigstens einmal vorher anzustellen.

Die zehn Kandidaten im Schnellcheck

Vier Zahlen je Marke, sonst nichts: Seit wann sie in der Liste steht, wer den Inhaber stellt, wie der Status lautet und ob ein Regionalliga-Programm darin auftaucht.

Anbieter Whitelist-Status laut GGL Erlaubnis seit Regionalliga im Programm
bet365 Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Hillside (Europe) ENC 09.10.2020 nein
Sportwetten.de Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020 nein
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 nein
Betway Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Betway Limited 09.03.2021 nein
888sport Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber 888 Germany Limited 30.06.2021 nein
AdmiralBet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020 nein
MERKUR BETS Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023 nein
VBet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber SCGO Limited 05.12.2023 nein
Betano Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021 nein
bpremium Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020 nein

Die vierte Spalte ist auf den ersten Blick die langweiligste der Seite und in Wahrheit die einzige, die den Suchbegriff beantwortet. Zehnmal „nein“ — nicht weil zehn Anbieter ihre Hausaufgaben nicht gemacht hätten, sondern weil die Klasse, um die es geht, in keiner dieser Erlaubnisse enthalten sein darf. Wer auf der Suche nach einem Ja durch die Zeilen geht, sucht an der falschen Stelle. Das Ja gibt es, es steht nur nicht auf dieser Liste.

Die Spalte mit dem Erlaubnisdatum hat dagegen eine praktische Funktion: Bei einer Rückforderung geht es um die Jahre, in denen eine Wette platziert wurde. Wer eine Wette von 2016 oder 2018 zurückholen will, findet in dieser Tabelle keinen Anhaltspunkt — die Erlaubnisse begannen 2020 oder später, und für die Jahre davor gibt es keinen Eintrag. Das ist die Grenze, die das Datum markiert.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Wetten auf Veranstaltungen, die überwiegend von Amateuren bestritten werden, sind nach § 21 Abs. 1a GlüStV nicht erlaubnisfähig, und in der Aufsichtspraxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga dazu. Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis darf solche Spiele deshalb nicht anbieten — auch wenn er es wollte.

Warum gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus?

Die Aufsicht zieht die Grenze an der Klasse, nicht am Verdienst der einzelnen Spieler. Unterhalb der 3. Liga gelten Spiele als Amateurbereich, da Kader und Meldewege schwerer zu überwachen sind, was das Manipulationsrisiko erhöht. Für Wetten folgt daraus, dass das Ereignis selbst rechtlich nicht zugänglich ist — nicht bloß einzelne Wettarten.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?

Er bietet in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel an. Eine maltesische oder curaçaoische Erlaubnis wirkt hier nicht, und die Behörde warnt Verbraucher ausdrücklich vor solchen Angeboten. Wer dort spielt, hat keine OASIS- und keine LUGAS-Anbindung, kein Einzahlungslimit nach § 6c und keine deutsche Stelle, an die er sich im Streit wenden kann.

Woran erkenne ich, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Durch einen Blick in die Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Ein Logo, ein Gütesiegel oder eine .de-Adresse belegen nichts. Entscheidend sind die Spalten: erlaubte Domain und Erlaubnisart. Wer Sportwetten anbieten will, braucht einen Eintrag unter Sportwetten, nicht unter Casino oder Automatenspiel.

Welche Folgen hat ein Angebot ohne OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter wird über die LUGAS-Limitdatei gesteuert, die Sperrdatei läuft über OASIS. Beide greifen nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Ohne diese Anbindung kann ein Spielender sein Limit nicht wirksam setzen und die Selbstsperre nicht in das System eintragen lassen, das deutschlandweit gilt.

Inhalt erstellt vom Team «NHL-Wetten»