EM-Quoten im Jahr ohne Turnier: Wie lange Quoten leben und wo sie sich lohnen
Wer in diesen Wochen nach Wettquoten auf eine Europameisterschaft sucht, findet etwas, das noch nicht existiert. Der letzte Titel wurde am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion vergeben, die nächste Endrunde beginnt erst am 9. Juni 2028 in Cardiff. Dazwischen liegt eine Qualifikation, deren Gruppen erst am 6. Dezember 2026 in Belfast gezogen werden. Bis dahin gibt es keinen Markt auf ein Turnier, das in diesem Jahr stattfindet, und jeder Anbieter, der etwas anderes behauptet, verkauft entweder einen alten Wettschein oder eine Wette ohne deutsche Erlaubnis.

Stand: 30. Oktober 2026 – die Erlaubnisangaben der besprochenen Anbieter wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.
Was folgt, ist keine Quotenliste, weil es keine Quoten zu listen gibt. Es ist eine Entscheidungshilfe. Wer sich zwei Jahre vor einem Turnier mit dem Markt beschäftigt, tut das aus einem von drei Gründen: Er will die Qualifikation mitspielen, er will die Endrunde vorbereiten, oder er will ein Bonusangebot annehmen und dabei nicht auf die falsche Seite fallen. Für jeden dieser drei Wege führen die Bedingungen an unterschiedliche Anbieter, und genau darum geht es im Rest dieses Textes.
Was eine deutsche Erlaubnis vorschreibt – und was von ihr bleibt
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt bundesweit die Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, und sie überwacht deren Einhaltung. Die Sportwettensteuer ist dagegen Sache des Finanzamts – wer sich bei einem Auszahlungsstreit an die Aufsicht wendet und dort eine Steuerfrage stellt, wird weitergeleitet und hat Zeit verloren.

Für die Auswahl des Anbieters zählt genau eine Prüfung: der Eintrag in der Whitelist, die der Staatsvertrag als amtliches Verzeichnis der erlaubten Veranstalter und Vermittler vorsieht. Ein Ladendiplom im Footer, ein Siegel mit Schild und Krone, eine Erlaubnis aus Curaçao oder Anjouan – nichts davon ersetzt diesen Eintrag. Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Für ein Land mit über 80 Millionen Einwohnern ist das eine schmale Auswahl, und sie erklärt, warum sich die im Abschnitt „Whitelist-Eintrag und Erlaubnisdaten der zehn Anbieter“ genannten Unternehmen in ihren Kernmerkmalen so stark ähneln und nur noch in den Feinheiten unterscheiden.
Zwei Details dieser Liste werden regelmäßig falsch gelesen. Erstens: Jede dort verzeichnete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Endung beweist keine Erlaubnis – sie ist die Adresse, unter der ein erlaubter Anbieter auftritt, und sonst nichts. Zweitens: Die Liste nennt das Erstdatum einer Erlaubnis, nie ein Ablaufdatum. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; wer auf der Liste nach einem Enddatum sucht, sucht vergeblich und zieht daraus manchmal den falschen Schluss, der Eintrag gelte unbefristet.
Wichtiger als beide Details ist ein dritter Punkt, der in fast keinem Anbietervergleich steht: Unter einer Sportwetten-Erlaubnis darf nur die dort verzeichnete Domain Sportwetten annehmen. Hält ein Unternehmen zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele oder Poker, ist das ein zweiter Verwaltungsakt mit einem eigenen Regelwerk – über das Sportwettenangebot sagt er nichts, und ein Blick auf das Gesamtunternehmen statt auf die Sportwetten-Domain führt in die Irre.
Welche Wetten erlaubt sind, ist enger geregelt als erwartet
Erlaubt sind Festquotensportwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse während des Ereignisses, als Einzelwette oder als Kombinationswette – und nur die Wettarten, die die Behörde in ihr Sportwettprogramm aufgenommen hat. Das ist keine Nebenbemerkung. Wer erwartet, am Tag des Eröffnungsspiels jeden denkbaren Nebenmarkt vorzufinden, wird bei einem erlaubten Anbieter weniger finden als bei einem ausländischen, und der Grund dafür ist die Erlaubnis selbst.

Livewetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares seltenes Ereignis zulässig. Nächstes Tor im Fußball: erlaubt. Nächster Satz im Tennis: erlaubt. Nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball: nicht erlaubt, weil solche Ereignisse zu häufig eintreten, um manipulationsresistent zu sein.
Gesperrt sind außerdem Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren – in der Verwaltungspraxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga dazu –, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Für E-Sport stellt die Behörde klar, dass E-Sport nicht als Sport anerkannt ist und dort keine erlaubten Wetten möglich sind. Zur Zulässigkeit virtueller Sportarten ist die Rechtslage nicht abschließend geklärt; dazu lässt sich beim derzeitigen Stand nichts Belastbares sagen.
Cash-out hat keine gesetzliche Grundlage und keine Aufsichtsregel. Es ist eine freiwillige Funktion des jeweiligen Anbieters, und das ist keine Formalie: Ein Anbieter kann sie einschränken, aussetzen oder an Bedingungen knüpfen, ohne gegen eine Vorgabe zu verstoßen. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzliches Höchstlimit pro Einzelwette kennt das Sportwettenrecht nicht.
Ohne Eintrag in der Whitelist gibt es keinen deutschen Weg
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, verzichtet auf drei Dinge, die er hinterher nicht nachkaufen kann: den Zugang zum bundesweiten Spielersperrsystem OASIS, die Einbindung in die anbieterübergreifende Limitdatei LUGAS und jede Möglichkeit, einen Anspruch in Deutschland durchzusetzen. Dafür bekommt er höhere Limits und eine Registrierung, die weniger Fragen stellt. Das sieht nach einem Vorteil aus, bis eine Auszahlung stockt. Ein Anbieter, der sich nicht an eine Aufsicht halten muss, hat auch keinen Anlass, bei einem Streit über 4.000 € entgegenkommend zu sein.
Die Behörde hat im September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und ein namentliches Beispiel genannt. Dahinter steht keine Panikmache, sondern die schlichte Rechtslage: Wer Sportwetten für Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis veranstaltet, handelt unerlaubt. Eine maltesische, Curaçaoer oder Anjouaner Erlaubnis entfaltet hier keine Wirkung.
Die zivilrechtliche Seite ist offen, und daran hängt der einzige echte Rückforderungsweg. Der Bundesgerichtshof hat dem Gerichtshof der Europäischen Union am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht – der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 für grundsätzlich möglich, einen unlizenzierten Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme sieht er, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Das ist der Punkt, an dem Werbetexte über Verbraucherrechte gern in ein Versprechen kippen. Es gibt keines. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, aber daraus folgt kein Automatismus für den eigenen Fall, und die Schlussanträge eines Generalanwalts sind noch kein Urteil. Wer seinen Weg über einen Anwalt prüfen lässt, sollte das realistisch angehen.
Und noch ein Missverständnis, das Geld kostet: Gezahlte Sportwettensteuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis. Die Steuer trifft den Veranstalter der Wette, nicht den Wettenden, und sie wird auch von Anbietern geschuldet, die keine deutsche Erlaubnis haben. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, steht in dessen eigenen Bedingungen und nirgends sonst.
Whitelist-Eintrag und Erlaubnisdaten der zehn Anbieter
| Anbieter | Inhaber der Erlaubnis laut Whitelist | Erlaubnis für Sportwetten seit | Folgeerlaubnis |
|---|---|---|---|
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 | 16.12.2022 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 | 23.12.2022 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 | 23.12.2022 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 | keine Angabe |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 | 22.12.2022 |
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 | 21.12.2022 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 | 27.12.2022 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 | 22.12.2022 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 | 08.12.2022 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 | keine Angabe |
Die Spanne der Erstdaten erzählt weniger über die Qualität der Häuser als über den Markt. Wer 2020 oder 2021 eingestiegen ist, gehörte zur ersten Welle nach Inkrafttreten des Staatsvertrags; zwei Anbieter haben ihre Erlaubnis erst nach einer Folgeerlaubnis erhalten, andere in einem Zug. Bet3000 als jüngster Eintrag hat noch keine Endrunde unter deutscher Erlaubnis begleitet. Ob ein Haus 2028 ein gutes Turnierprogramm auf die Beine stellt, lässt sich aus einem Erteilungsdatum nicht ableiten – und die Liste nennt ohnehin kein Ende, an dem man ablesen könnte, wer dann noch dabei ist.
Auffälliger als jedes Einzeldatum ist die Zahl 27. Bei so wenigen zugelassenen Veranstaltern ist der Vergleich kein Suchen nach dem billigsten Anbieter, sondern ein Abwägen zwischen Programmtiefe, Bedienung und Auszahlungsweg. Wer fünf Häuser gleichzeitig eröffnet, um überall mitzunehmen, stößt spätestens an der Aktivitätsdatei an eine Grenze.
Spielerschutz als Preis der Rechtssicherheit
Wer bei einem Haus mit deutscher Erlaubnis ein Konto eröffnet, bucht die Spielerschutzregeln mit. Sie sind der Gegenwert für den Eintrag in der Whitelist und für den Umstand, dass ein Auszahlungsstreit in Deutschland verhandelbar bleibt. Ich halte das für ein gutes Geschäft – aber man sollte wissen, was man unterschreibt.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich. Pro Anbieter ist genau ein Konto vorgesehen, und es muss vollständig verifiziert werden. Vor der Verifizierung darf ein Haus höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer in dieser Spanne gewinnt, kommt an das Geld erst nach der Verifizierung – die Frist ist ein Übergang, kein Freibrief.
Das Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt. Ein zweites Konto hilft nicht, weil das Limit anbieterübergreifend greift. Ein Haus, dessen Erlaubnis es vorsieht, kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festsetzen – bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler –, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Herabsetzung wirkt sofort, eine Heraufsetzung erst nach sieben Tagen.
Parallelspielen ist untersagt und wird über die Aktivitätsdatei überwacht. Diese Regel hat in der Praxis mehr Wirkung als jede Werbebotschaft: Sie macht den Zweitaccount, mit dem man das Monatslimit umgehen möchte, sichtbar und damit riskant.
Für Spieler, die ihren Einsatz nicht mehr im Griff haben, gibt es OASIS, das bundesweite Sperrsystem. Es wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt, wenn er einen Zeitraum benennt – sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.
Drei Werkzeuge, alle drei an den Eintrag in der Whitelist gebunden. Bei einem Haus ohne deutsche Erlaubnis existiert keines davon, und das ist der teuerste Teil des sogenannten Vorteils, den ein Offshore-Anbieter anbietet. Wen diese Regeln beim Setzen einschränken, der findet weitere Hinweise bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Boni und Freiwetten: was ein Angebot wirklich wert ist
Der Staatsvertrag setzt keinen Sportwettenbonus fest und begrenzt ihn auch nicht. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Es gibt also keine staatliche Messlatte, an der man ein Angebot messen könnte – nur einen Vertrag, den der Anbieter selbst geschrieben hat. Genau deshalb lohnt sich der zweite Blick.
Drei Angaben entscheiden über den Wert einer Aktion: die Mindestquote, die ein Qualifizierungseinsatz erreichen muss, die Umsatzbedingung und die Frist, innerhalb derer der Umsatz erbracht sein muss. Fehlt eine davon oder ist sie so gesetzt, dass sie in der Praxis kaum erreichbar ist, ist der beworbene Betrag nicht das, was auf dem Konto landet.
Der wichtigste Unterschied verschwindet in Werbetexten vollständig: Eine Freiwette ist kein Bargeld. Wird bei einer Freiwette der Einsatz nicht mit ausgezahlt, bleibt im Gewinnfall nur der Reingewinn übrig – die Freiwette selbst ist verbraucht. Ein als Freiwette erstatteter „risikofreier“ Bonus ist deshalb keine Geldrückerstattung, sondern die Erlaubnis, eine weitere Wette zu platzieren. Ich habe schon Konten gesehen, auf denen Kunden einen Einsatz zurückerwarteten, den es als Guthaben nie gab.
Was eine Marge im Markt kostet – und was ein Umsatz daraus macht
Die folgende Rechnung nutzt ein illustratives 1X2-Beispiel, das kein Angebot eines Anbieters ist: Quoten 2,10 auf Heimsieg, 3,40 auf Remis, 3,60 auf Auswärtssieg. Addiert man die Kehrwerte dieser drei Quoten, ergibt sich rund 1,048; der Auszahlungsanteil des Marktes liegt damit bei etwa 95,4 %, die Marge des Veranstalters bei rund 4,6 %. Bei 100 € Einsatz auf einen der drei Ausgänge fließen im Durchschnitt 95,40 € an die Wettenden zurück, 4,60 € bleiben beim Veranstalter. Das ist eine Durchschnittsbetrachtung über viele Wetten und kein Ergebnis für eine einzelne Wette.
Wichtiger als der Punktwert ist die Bandbreite. Bei einem Spiel mit breitem Publikum und eng gestellten Quoten liegt der Auszahlungsanteil regelmäßig höher; bei einer unattraktiven Partie mit dünnen Nebenmärkten deutlich niedriger. Am weitesten öffnet sich die Schere bei einer Langzeitwette auf den Europameister, weil der Anbieter ein Risiko über zwei Jahre einpreisen muss und seine Quote über weite Strecken stehen lässt. Wer einmal 50 € auf den Turniersieger setzt, merkt den Unterschied zwischen 4,6 % und einer deutlich zweistelligen Marge kaum. Wer die gesamte Qualifikation über regelmäßig setzt, merkt ihn an jedem Spieltag.
Aus der Marge folgt der Preis eines Umsatzes. Bei 4,6 % kostet jeder umgesetzte Euro rechnerisch etwa 4,6 Cent – einen margenfreien Markt gibt es nicht. Eine Umsatzbedingung, die den Bonus mehrfach umlaufen lässt, ist deshalb kein Geschenk, sondern eine Rechenaufgabe, die vor der Annahme zu lösen ist. Nur Wetten auf oder oberhalb der Mindestquote zählen überhaupt für den Umsatz; wer den klaren Favoriten unterhalb der Schwelle setzt, arbeitet an der Bedingung vorbei. Und eine kurze Frist erzwingt Einsätze, die man sonst nie platziert hätte – das ist der eigentliche Kostenpunkt vieler Aktionen, nicht der Betrag.
Keines der zehn unten besprochenen Häuser trägt in den hier zugänglichen Unterlagen eine vollständig spezifizierte Aktion mit Betrag, Mindestquote und Frist. Wer heute ein Konto eröffnet, liest das konkrete Angebot ausschließlich in den Geschäftsbedingungen des Anbieters, und dort steht es anders als in der Werbung.
Daraus folgt eine einfache Entscheidungsregel. Ein Bonus entscheidet nicht darüber, wo ein Konto eröffnet wird. Ein Haus mit einer 50-Euro-Freiwette, einer zehnfachen Umsatzbedingung und einer Mindestquote von 2,00 kann am Ende weniger wert sein als ein Haus ohne Aktion, aber mit einem Programm, das zur eigenen Spielweise passt. Der Bonus ist ein Preis dafür, dass man bei diesem Anbieter spielt – nicht der Grund dafür.
Mobile Wetten: App, Browser und die Grenze der Bequemlichkeit
Alle erlaubten Häuser verlangen dieselbe Verifizierung und binden dieselben Limits ein, gleich ob man die Webseite oder eine App nutzt. Die Einzahlungsgrenze aus der Limitdatei und die Abfrage im Sperrsystem laufen nicht an der App vorbei. Eine App ist ein anderer Zugang zum selben Vertrag, nicht ein anderer Vertrag.
Das ist die nüchterne Antwort auf eine Frage, die in Foren regelmäßig anders beantwortet wird. Ich lese dort Behauptungen, wonach eine bestimmte App mehr erlaube oder schneller auszahle. Beides hängt nicht am Client, sondern am Konto und an der Freigabe der Auszahlung.
Woran man beim ersten Start dennoch einen Unterschied merkt: an der Registrierung und an der Verifizierung. Wer seinen Ausweis zur Hand hat, ist in wenigen Minuten durch; wer ihn nicht hat, scheitert an derselben Stelle, an der er auch im Browser scheitert. Und wer in der 72-Stunden-Frist spielt, ohne zu verifizieren, merkt spätestens beim Auszahlungsversuch, dass Bequemlichkeit und Verfügbarkeit zwei verschiedene Dinge sind.
Für die Turnierzeit 2028 ist die Wahl zwischen App und Browser deshalb eine reine Geschmacksfrage. Wer Livewetten auf das nächste Tor platzieren will, ist mit einer App im Vorteil, weil Wege kürzer sind. Wer in Ruhe eine Kombiwette baut, ist im Browser besser aufgehoben, wo Listen und Quoten auf einen Blick vergleichbar sind.
Livewetten und Cash-out: Was die Erlaubnis zulässt, entscheidet der Anbieter
Während eines laufenden Turnierspiels sind in Deutschland nur zwei Sorten von Wetten zulässig: auf das Endergebnis und auf ein seltenes nächstes Ereignis wie das nächste Tor oder den nächsten Satz. Für den Live-Wettenden bedeutet das, dass eine ganze Kategorie populärer Märkte bei einem erlaubten Anbieter nicht auftaucht – nicht, weil der Anbieter sie nicht anbietet, sondern weil er sie nicht anbieten darf. Ob dieser Verzicht ein Nachteil ist, hängt davon ab, was man während eines Spiels sucht.
Cash-out ist die andere Seite derselben Medaille. Weil es dafür keine Vorgabe gibt, unterscheiden sich die Häuser hier stärker als in jedem anderen Bereich. Betway zeigt beim Cash-out ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“ und den angezeigten Wert der Wette; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betano nennt Cash-out in der Beschreibung seiner App und stellt daneben einen Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen.
Zwei Häuser, zwei Auslegungen der Freiwilligkeit: Bei dem einen wird die Teilauszahlung ausdrücklich zugelassen, bei dem anderen ist Cash-out Teil eines Funktionspakets. Wer den Ausstieg aus einer laufenden Wette als wichtiges Werkzeug nutzt, sollte im Vorfeld prüfen, ob Teilauszahlungen möglich sind – ein Cash-out über alles oder nichts ist eine andere Entscheidung. Und niemand sollte vergessen, dass der Cash-out-Betrag selbst eine Quote des Anbieters ist. Der Ausstieg ist kein Fenster in die Wahrheit über das Spiel, sondern ein zweiter Markt mit eigener Marge.
Langzeitquoten auf den Europameister lesen
Aus jeder Quote lässt sich eine implizite Wahrscheinlichkeit herleiten: 1 geteilt durch die Quote. Bei einem Markt über alle Ausgänge addieren sich diese Werte auf mehr als 100 % – der Überschuss ist die Marge, zu der jeder Wettende seine Wette bezahlt, ob er gewinnt oder nicht. Am Beispiel des 1X2-Marktes mit 2,10 / 3,40 / 3,60 lag der Auszahlungsanteil bei rund 95,4 %. Wer diesen Wert kennt, kann einschätzen, wie teuer ein Anbieter seine Meinung verkauft.
Bei einer Turniersiegerwette kommt eine zweite Schwierigkeit dazu: Die Quote lebt über zwei Jahre. Sie bewegt sich mit jedem Qualifikationsspiel, mit jeder Kaderverletzung und mit jeder Verbandsentscheidung. Eine früh abgegebene Wette ist deshalb nicht automatisch besser als eine späte – sie ist nur weniger informiert. Wer auf ein Team setzt, weil es gerade in Form ist, wettet auf eine Mannschaft, die in zwei Jahren eine andere sein kann.
Daraus folgt eine Haltung statt eines Tipps: Eine Langzeitwette auf den Turniersieger ist eine Freizeitwette über einen langen Zeitraum, keine Position mit Informationsvorsprung. Wer die implizite Wahrscheinlichkeit ausrechnet und mit der eigenen Einschätzung vergleicht, entscheidet besser als jemand, der nur dem Bauchgefühl folgt. Und wer merkt, dass seine Einschätzung nahe an der Markteinschätzung liegt, kann sich eine Wette sparen statt eine Umsatzbedingung zu erfüllen.
Wie sich die Struktur der Endrunde auf die Märkte auswirkt, ist dagegen kein Geheimnis.
Spielplan und Qualifikation: Wo die Märkte entstehen
Die nächste Europameisterschaft wird in England, Schottland, Wales und Irland mit 24 Nationen ausgespielt. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Gespielt werden sechs Vierergruppen, danach folgt die K.-o.-Phase: Achtelfinale vom 24. bis 27. Juni, Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli, Halbfinale am 4. und 5. Juli, Finale am 9. Juli 2028. Ein Spiel um Platz 3 gibt es nicht.
Die Qualifikation läuft in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt. Die Auslosung findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt – der erste Termin, an dem sich überhaupt ein Markt auf konkrete Paarungen bilden kann. Vor diesem Tag ist jede Turnierwette auf den Titel eine Wette auf ein Feld, das noch nicht feststeht.
Für die Anbieterwahl folgt daraus eine Trennlinie. Wer die Qualifikation über zwei Jahre hinweg eng begleiten will, braucht ein Haus mit breitem Fußballprogramm und einem sauberen Live-Angebot an den Gruppenspieltagen. Wer sich auf die Endrunde konzentriert, braucht ein Haus mit verlässlichem Vorabprogramm auf die 51 Partien und einem Auszahlungsweg, der auch am Finaltag funktioniert. Beides lässt sich heute nicht abschließend beurteilen – das Programm eines Hauses ändert sich über zwei Jahre mehrfach, und ein Wettprogramm ist kein Vertragsbestandteil. Der ehrlichste Weg ist, das Fußballangebot des Hauses vor der Qualifikationsrunde im Sportwettprogramm selbst zu prüfen und die Entscheidung dann zu treffen.
Und dann ist da noch die Frage, wie viel Geschichte in einer Quote steckt. Die Endrunde 2024 hatte 51 Spiele und 2.681.288 Zuschauer. Im Finale besiegte Spanien England mit 2:1 und holte seinen vierten EM-Titel; Deutschland steht bei drei Titeln. Rekordschütze des Wettbewerbs ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren. Solche Zahlen gehören in die Einschätzung eines Teams, weil sie ein Niveau beschreiben – aber sie beschreiben das Niveau von vor zwei Jahren und nicht das von 2028.
Wie schnell der Nullpunkt erreicht ist, zeigt die Titelvergabe selbst: Sechs Spieler trafen bei der EM 2024 je dreimal, darunter Harry Kane und Jamal Musiala. Aus ihren drei Treffern lässt sich über 2028 nichts ableiten. Wer so argumentiert, verwechselt das Ende des letzten Zyklus mit dem Anfang des nächsten. Ich würde an dieser Stelle nichts aus dem Ergebnis herauslesen wollen außer einer Beobachtung zu den empirischen Wahrscheinlichkeiten: Spanien hat vier Titel, aber ein Favoritenstatus für 2028 folgt daraus nicht.
Der Vergleich: Zehn erlaubte Anbieter und ihre Profile
Alle zehn Häuser, die im Abschnitt „Whitelist-Eintrag und Erlaubnisdaten der zehn Anbieter“ aufgeführt sind, halten eine Sportwetten-Erlaubnis mit Eintrag in der Whitelist unter der jeweils genannten Sportwetten-Domain. Was sie trennt, ist nicht der Status, sondern das Fitnessprofil darüber. Die Reihenfolge ist keine Rangliste.
Betano: Turnierbegleitung mit Live-Streams und Bet Builder
Betano hält die Erlaubnis für sein Sportwettenangebot seit dem 19. Februar 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022; Inhaber ist Betkick Sportsbetting Limited. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ beschreibt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, dem FA Cup, Tennis-Grand-Slams, der NBA, der EuroLeague und der NFL.
In dieser Beschreibung steht der eigentliche Grund, Betano in die engere Wahl zu ziehen: Live-Streaming und Bet Builder zusammen ergeben an einem Turnierspieltag eine Sitzung, in der man ein Spiel wirklich verfolgen und innerhalb der erlaubten Live-Märkte reagieren kann. Wer Turniertage am Bildschirm verbringt, bekommt hier am meisten Oberfläche für das, was er ohnehin tut. Und das Haus hält seit 2021 durchgehend; es hat den EM-Zyklus 2024 unter deutscher Erlaubnis miterlebt, was für die zweijährige Begleitung der nächsten Qualifikation spricht.
Betway: Cash-out in Teilbeträgen, aber weniger Live-TV
Beim Cash-out erscheint bei Betway ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“; der angezeigte Wert der Wette kann ganz oder teilweise ausgezahlt werden. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, dessen Kombi-Variante Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien zusammenstellt.
Was Betano an gestreamten Wettbewerben auflistet, sucht man in den zugänglichen Betway-Unterlagen vergeblich. Wer seinen Turniertag also mit mehreren parallelen Live-Bildern plant, ist hier dünner aufgestellt. Dafür steht bei Betway die Teilauszahlung ausdrücklich zur Verfügung – und das ist keine Kleinigkeit. Bei einem Turnier mit Verlängerung und Elfmeterschießen kann es die vernünftigere Rechnung sein, die Hälfte eines Wettscheins zu sichern, als auf den Rest zu verzichten.
bwin: Der gestandene Name mit der längsten Zeit auf der Sportwetten-Domain
bwin hält die Erlaubnis für sein Sportwettenangebot seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022; Inhaberin ist bwin (Deutschland) Limited. Wer die Zeitleiste dieser Zeile mit anderen vergleicht, sieht: bwin war unter den ersten, die nach Inkrafttreten des Staatsvertrags unter deutscher Erlaubnis angetreten sind. Das ist keine Aussage über das Fußballprogramm. Was es bedeutet, ist Erfahrung mit den Melde- und Verifizierungspflichten eines deutschen Sportwettenbetriebs – und, für denkbare Streitfälle, ein langjährig eingespieltes Prozessverhältnis mit den Aufsichtsbehörden. Für einen Wettenden, der einfach nur die Gruppenspiele setzen will, ist das kein Kaufargument. Für jemanden, der den Anbieter über zwei Jahre halten will, ein ruhiges.
DAZN Bet: Jünger als der Zyklus, nüchterne Prüfung nötig
Für die Domain DAZN Bet ist die Erlaubnis seit dem 22. August 2023 für DZBT Operations Limited eingetragen. Kein Enddatum, und mehr sagt die Liste nicht. Über das Sportangebot, die Zahl der Märkte oder die Tiefe des Fußballprogramms steht dort nichts – und in den hier ausgewerteten Unterlagen ebenfalls nicht.
Für die Entscheidung folgt daraus nur eines: Wer bei DAZN Bet einsteigen will, muss das Sportwettprogramm selbst aufschlagen und nachsehen, ob Fußball in der Breite angeboten wird, die er erwartet. Ein Marketingname mit Medienhintergrund verspricht nichts über ein Wettprogramm. Die kürzere Historie bedeutet zugleich, dass die zweijährige Qualifikationsphase eine Premiere wäre – nicht falsch, nur unerprobt.
NEO.bet: Die nüchterne Wahl mit Erlaubnis seit dem ersten Pandemiejahr
Für den Anbieter NEO.bet ist die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 für die Greenvest Betting Limited eingetragen. Damit gehört NEO.bet zu den Häusern, die früher als viele andere unter deutscher Erlaubnis angetreten sind.
Über die Programmgestaltung sagt das nichts – und ich werde hier nichts darüber schreiben, weil ich es nicht weiß. Wer sich für NEO.bet interessiert, findet den entscheidenden Unterschied ohnehin erst beim Blick auf das konkrete Fußballprogramm und auf die Auszahlungspraxis. Wer den No-Frills-Weg sucht und die Turnierwetten im Auge behält, findet hier einen stabilen Eintrag ohne Aufhebens. Der Vergleich mit den direkten Konkurrenten fällt hier weniger über die Erlaubnis als über die Funktionen.
bpremium: Ladbrokes-Unterbau mit deutschem Vertragspartner
Für den Anbieter bpremium ist die Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022 als Betreiberin eingetragen. Die Gesellschaft ist in den Nutzungsbedingungen in der hier ausgewerteten Fassung vom 3. April 2023 mit Sitz in Malta und einer Registernummer geführt.
Dieser doppelte Boden ist der Punkt, der bpremium von den übrigen Häusern unterscheidet: Der Vertragspartner sitzt in Malta und unterliegt einem deutschen Erlaubnisregime. Wer bei bpremium ein Konto eröffnet, schließt den Vertrag also nicht mit einem anonymen Auslandsunternehmen, sondern mit der deutschen Einheit eines britischen Konzerns. Das ist relevant, wenn es um die Frage geht, wo man einen Streit austrägt. Ob die Bedingungen in der Fassung von 2023 noch aktuell sind, prüft man vor der Registrierung in der aktuellen Fassung – Vertragsbedingungen ändern sich, und eine alte Fassung im Dokumentenarchiv sagt nichts über die heutige.
bet365: Der Platzhirsch mit der längsten Zeit auf der Platine
Für den Anbieter bet365 ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex als Inhaber der Erlaubnis geführt, Erstdatum 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022. Die Whitelist nennt kein Enddatum. Über das Programm gibt die Liste nichts her, und die hier ausgewerteten Unterlagen ebenfalls nicht.
Wer bet365 kennt, bringt einen Erwartungswert mit, und der stammt aus langer Markterfahrung. Für diese Seite ist entscheidend, was ein Wettender daraus machen kann: Ein Haus, das seit dem ersten Tag der Whitelist dabei ist, begleitet auch diesmal die komplette Qualifikation. Ein Vergleich mit den anderen Häusern lohnt vor allem über das Fußballangebot und die Auszahlungspraxis. Bet365 als Marktführer zu kaufen, weil er Marktführer ist, ist keine Analyse.
bet-at-home: Sportwetten plus eine zweite Erlaubnis für Automatenspiele
Unter dem Anbieter bet-at-home ist die Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin geführt: Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Zusätzlich ist seit dem 28. Dezember 2022 eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele eingetragen. Die Liste nennt kein Enddatum.
Die zweite Erlaubnis ist der wichtigste Punkt in diesem Absatz, und sie ist ein Beleg für die Trennung der Bereiche. Die Automatenspiel-Erlaubnis unterliegt einem anderen Regelwerk als die Sportwetten-Erlaubnis; wer Sportwetten bei bet-at-home spielt, spielt unter der Sportwetten-Erlaubnis, und die zweite Erlaubnis sagt über die Qualität des Fußballprogramms nichts. Wer das Sportwettenangebot beurteilen will, liest die Bedingungen der Sportwetten-Domain. Wer jemals erlebt hat, wie zwei Erlaubnisbereiche in einem Kundenservice durcheinandergebracht werden, weiß, warum die Unterscheidung Mühe kostet.
Winamax: Der Anbieter, der mit seinen eigenen Quoten wirbt
Winamax hält die Erlaubnis für sein Sportwettenangebot seit dem 29. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022; Inhaber ist die WINAMAX, eine Société anonyme. Im Footer seiner Webseite wirbt das Haus mit „0 % Wettsteuer und den besten Quoten“. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis zum 30. August 2025, nach der Winamax in 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.
Das ist die einzige quote Wertaussage in dieser Gruppe, und man sollte sie fair bewerten: 45 % ist eine hohe Zahl, und die Grundlage ist offengelegt. Sie ist aber ein Vergleich über fünf Monate und drei Sportarten und damit kein Versprechen für ein Turnier, das 2028 ausgetragen wird. Wer ohnehin viel Fußball setzt, wird die Quote bei einem Haus mit dieser Platzierung im Blick behalten. Wer nur drei Spiele im Turnier setzt, merkt von einem einstelligen Prozentvorteil nichts. Und die „0 % Wettsteuer“ bleibt eine Marketingformulierung: Die Wettsteuer trifft den Veranstalter, und wie sie in den Quoten verrechnet ist, steht in dessen eigenen Bedingungen, nicht im Footer. Daneben betreibt das Haus einen eigenen TV-Bereich mit Live-Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL – ein Angebot, das im eigenen Kundenkonto liegt und für Mehrspieler-Tage interessant ist, für die EM-Qualifikation aber nur, soweit dort gespielte Wettbewerbe gestreamt werden.
Bet3000: Der Neuzugang mit der kürzesten Historie
Für den Anbieter Bet3000 ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema als Veranstalter der Sportwetten geführt; die Erlaubnis ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Ein Enddatum nennt die Liste nicht.
Bet3000 ist damit der einzige der zehn, dessen Historie unter deutscher Erlaubnis noch keine Vergangenheit im Zyklus kennt. Aus einem frischen Erteilungsdatum folgt aber keineswegs ein schwaches Programm – es folgt nur, dass es keinen Anhaltspunkt gibt. Wer den Neuzugang prüfen will, schaut auf das Fußballangebot und auf die Bedingungen. Und es gibt einen kleinen Vorteil: Ein frisch zugelassener Anbieter hat Interesse daran, sich über Service und Auszahlungsgeschwindigkeit einen Namen zu machen. Genau das ist überprüfbar, indem man beim ersten Gewinn den Auszahlungsweg bewusst beobachtet. Die zweite Hälfte der Entscheidung liegt damit außerhalb des Angebots.
Häufige Fragen
Findet in diesem Jahr eine Fußball-Europameisterschaft statt?
Nein. Die letzte EM war 2024 in Deutschland, die nächste findet 2028 in England, Schottland, Wales und Irland statt. Das Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Quoten auf ein Turnier, das in diesem Jahr stattfindet, gibt es deshalb nicht.
Wo wird die Europameisterschaft 2028 ausgetragen und wie ist der Turnierplan aufgebaut?
In England, Schottland, Wales und Irland, mit 24 Nationen. Gespielt werden sechs Vierergruppen, danach folgt die K.-o.-Phase: Achtelfinale vom 24. bis 27. Juni, Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli, Halbfinale am 4. und 5. Juli, Finale am 9. Juli 2028. Ein Spiel um Platz 3 findet nicht statt.
Wie lassen sich Langzeitquoten auf den Europameister lesen?
Aus jeder Quote folgt eine implizite Wahrscheinlichkeit als Kehrwert. Bei einem Markt über alle Ausgänge summieren sich diese Werte auf mehr als 100 %, der Überschuss ist die Marge des Anbieters. In einem illustrativen 1X2-Markt mit 2,10, 3,40 und 3,60 beträgt der Auszahlungsanteil rund 95,4 %, die Marge rund 4,6 %.
Wer gewann die EM 2024 und was lässt sich daraus für Favoritenquoten ableiten?
Spanien gewann am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin mit 2:1 gegen England seinen vierten EM-Titel. Eine Favoritenquote für 2028 folgt daraus nicht. Die Quote hängt vom Kader ab, nicht vom Titel. Bei der EM 2024 trafen sechs Spieler je dreimal, ohne dass daraus ein Muster würde.
Welche Livewetten sind bei Turnierspielen in Deutschland erlaubt?
Während eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf ein nächstes seltenes Ereignis wie das nächste Tor oder den nächsten Satz zulässig. Nächstes Tor im Fußball und nächster Satz im Tennis sind möglich; nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball sind es nicht.
Woran lässt sich erkennen, ob ein Wettanbieter für die EM eine deutsche Erlaubnis hat?
Nur an der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Kein Siegel und keine ausländische Erlaubnis ersetzen den Eintrag. Die Liste nennt Inhaber und Domain, aber kein Enddatum. Eine .de-Domain allein belegt keine Erlaubnis.
Turniere – NHL-Wetten
Inhalt erstellt vom Team «NHL-Wetten»
